Das Gebiet des Great Pacific Garbage Patch erstreckt sich zwischen Mittelamerika und dem südasiatischem Raum auf über 1,6 Mio km2. Das sich darin befindende Plastik, obwohl sehr klein, wird mit einer Menge von sehr groben 45-130.000 t angegeben. Und doch macht das nur etwa 1% des im Wasser treibenden Plastiks aus.
Das Problem mit dem Plastik haben zuerst nicht wir Menschen. Das Problem haben die Tiere, welche das Meer bewohnen. Sie verfangen sich darin und verenden in Netzen oder verwechseln Mikroplastik mit Futter. Mit Plastik gefüllte Mägen und Verletzungen des Mund- und Rachenraums sowie des Magen-/Darmtraktes sind die Folgen. Zuletzt kommt das Mikroplastik aber doch wieder zu uns zurück. Über die Nahrungsaufnahme gelangt es mit dem Verzehr auch in unseren Körper.
Die Eintragung des Plastiks in den Ozean geschieht zu 80% aus den Flüssen. Die restlichen 20% aus der Fischerei und anderen marinen Gewerben.
Das wohl bekannteste Projekt nennt sich
The Ocean Cleanup.
In diesem Projekt wird versucht mit einer Art Filterboot den Plastikmüll aus den Fluessen
zu filtern, bevor dessen Wasser in den Ozean einfließen können.
Neben der technischen Entwicklung von Reinigungskonzepten verschreibt sich dieses Projekt
der Öffentlichkeitsaufklärung und steckt viel Mühe in die mediale Berichterstattung.
Politisch würde durch die Recyclingpflicht des Plastiks im Verbraucherland ein
Verschiffungsgewicht von 766.200t wegfallen. Diese Menge exportierte Deutschland 2021,
bevorzugt in den asiatischen Raum.
Zu diesem Thema sollte man sich informieren und sensibilisieren. Man kann eine Achtsamkeit
dafür entwickeln und mittels Kaufverhalten oder Petition den Bürgerwillen signalisieren.
NDR Doku: Plastik - Die Recycling-Lüge
Ein entsprechende Umsetzung wurde mittlerweile in der EU befürwortet. Infos hierzu unter
folgendem Link:
EU-Parlament stimmt für strengere Regeln beim Müll-Export
Jedes Jahr findet am 16. September an vielen Orten weltweit der
World Cleanup Day
statt.
Darüber hinaus werden lokal häufig auch monatliche Treffen angeboten.
Ob man also alleine oder in der Gruppe loszieht, das Prinzip ist simpel: Ein Beutel, ein
Handschuh und im Anschluss viel Freude am sauberen Strand- oder Küstenabschnitt.
Europäische Bürgerinitiative „Stop Finning – Stop the Trade“ zum Schutz von Haien und Rochen ist die achte erfolgreiche Europäische Bürgerinitiative. Über 1,1 Millionen EU-Bürgerinnen und EU-Bürger rufen darin die EU-Kommission auf, „den Handel mit Flossen in der EU zu beenden, einschließlich der Ein-, Aus- und Durchfuhr von Flossen, die sich nicht natürlich am Körper des Tiers befinden“. Zur Bürgerinitiative Außerdem wurde Ende November 2022 auf der Welartenkonferenz beschlossen, 60 Haiarten unter internationalem Schutz zu stellen. Künftig sollen 54 Requiemhaie und sechs weitere Hammerhaiarten nur noch nachhaltig gehandelt werden dürfen. Bislang waren wenige Haiarten unter Cites geschützt. Haie werden wegen ihrer Flossen und ihres Fleisches gejagt und international gehandelt. Mehrere Arten sind stark gefährdet oder schon vom Aussterben bedroht. Ein Artikel dazu aus der Zeit Online
Warum ist das relevant und interessant? Phytoplankton bindet bei der Photosynthese CO2 und ist
für mindestens 30%, möglicherweise sogar über 50%, der weltweiten Sauerstoffproduktion verantwortlich.
90% der biologischen Masse im Meer besteht aus Phytoplankton. Dabei ist es im Vergleich zum menschlichen
Haar (50-70 mikrometer) deutlich kleiner. In der kleinsten Form rangiert es bei 0.2-2 mikrometer. Und doch
ernährt dieser Winzling den Blauwal, seines Zeichens das größte Lebewesen der Welt. So ist es auch nicht
verwunderlich, dass Plankton nun endlich auch in der Küche ankommt.
Du willst den Star dieses Abschnittes besser kennenlernen? Wahrscheinlich gibt es keinen
besseren Ort als diese Seite:
Plankton Chronicles
Klicken, staunen, verlieben.
Sich die positiven Effekte dieses Wunderwerks zu Nutze zu machen ist das Ziel verschiedener
Projekte. Dabei hat jedes eine spezifische Ausrichtung und erzielt einen speziellen Zweck.
Ein sehr grosses Projekt in diesem Bereich führt das Unternehmen
Brilliant Planet
an.
Auch in Deutschland gibt es Projekte in diesem Bereich. Meist handelt es sich
um Farmen, welche in entsprechenden Systemen Algen produzieren, ernten und verarbeiten.
Deutlich kleiner, mit deutlich mehr Augenmerk auf die Öffentlichkeitsarbeit, ist das Projekt
Liquid3 - Urban Photo-Bioreactor. Die als
Sitzelement gestallteten Zuchtgefäße laden ein wahrgenommen zu werden.
Besonders
erwähnenswert empfinde ich noch ein Projekt welches die Algen nur als Nebenprodukt erzeugt.
Windcloud 4.0 ist ein
Unternehmen welches ein Rechenzentrum mit erneuerbaren Energien betreibt. Die entsehenede
warme Abluft wollte der Firmengründer nicht ungenutzt entweichen lassen und entschloss sich
dazu diese für die Algenzucht zu verwenden. Ein durch und durch ganzheitlich gedachtes
Konzept welches dringend Beachtung verdient!